
Forschungsprojekte

INNORISK
Neue Wege für das Risikomanagement bei der Entwicklung risikosensitiver Produkte am Beispiel der Medizintechnik
Im Rahmen des AiF/FQS Projektes INNORISK wurden Methoden entwickelt, welche die Wechselwirkungen der Risiken komplexer Produkte transparent bewerten. Zudem bietet die HiFEM-Methode die Möglichkeit, potenzielle humaninduzierte Fehler bei der Mensch-Maschine-Interaktion frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Dies ist gerade im medizinischen Nutzungszusammenhang von großer Bedeutung für die Sicherheit von Patienten und Anwendern. Mit dieser Vorgehensweise – integriert in einen standardisierten Risikomanagementprozess – können risikosensitive Produkte intensiver und genauer als bisher auf latente Risiken untersucht werden. Damit wird die klassische Risikoanalyse auf ein neues Fundament gestellt.

SYSRISK
Systemisches Risikomanagement zur ganzheitlichen Betrachtung unternehmerischer Risiken am Beispiel der Medizintechnik
Die Risikolage bei Herstellern risikosensitiver Produkte, etwa in der Medizintechnik, Luftfahrt, Kerntechnik oder Pharmazie, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Daher ist es für diese besonders risikosensitiven Branchen besonders wichtig, über ein Konzept zu verfügen, mit dem sie Risiken ganzheitlich und zielgerichtet begegnen können.

OR.NET
Integration und Vernetzung im Bereich der medizinischen IT
Integration und Vernetzung im Bereich der medizinischen IT ist bereits seit Jahren ein großes Thema. Viele Projekte beschäftigen sich mit der Vernetzung von IT-Systemen innerhalb einer medizinischen Einrichtung, aber auch einrichtungsübergreifend. Von immer größerer Bedeutung wird die Integration und Vernetzung von Medizinprodukten untereinander, sowie mit angrenzenden IT-Systemen. Im Projekt OR.NET soll genau diese Thematik adressiert werden.

ZiMT
Zertifizierbare integrierte Medizintechnik und IT-Systeme auf Basis offener Standards in Operationssaal und Klinik (ZiMT)
Das Ziel der Initiative ist es, im vorwettbewerblichen Bereich der medizintechnischen Forschung und Entwicklung grundlegende Konzepte für die sichere dynamische Vernetzung von Komponenten in OP-Saal und Klinik auf Basis eines offenen Standards zu erarbeiten, zu evaluieren und mit derzeitigen nationalen und internationalen Normungsaktivitäten zu synchronisieren. Die Vernetzung computergesteuerter Medizingeräte im OP untereinander und die Interaktion dieser Geräte mit medizinisch zugelassener Software ist eine besondere Herausforderung an die Informations- und Kommunikationswirtschaft im medizinischen Applikationsumfeld.

PriMed
Prozessintegrierte Medizintechnik in Op und Kliniken 4.2
Im Sinne des Krankenhaus 4.0 steht PriMed für den Einsatz von einer herstellerübergreifenden und offenen Vernetzung. Darauf aufbauend sollen integrierte Workstations für das OP-Management, die Chirurgie und Anästhesie sowie die OP-Pflege weiterentwickelt werden. Dabei sollen moderne Methoden und Schnittstellen zur sicheren Mensch-Maschine-Interaktion und eine kontext- und situationsadaptive Darstellung von Informationen und Entscheidungsunterstützungen durch Kombination und Aufbereitung von patienten-, prozess- und gerätespezifischen Einzeldaten eingesetzt werden.

MEDI.NET
Der digitale Wandel im Gesundheitswesen bietet große Chancen zur Verbesserung der Versorgungsqualität in Operationssaal und Klinik
Das Projekt Medi.NET soll einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung im Gesundheitswesen leisten und durch den erstmals ermöglichten offenen Datenaustausch als “Enabling-Technologie” eine Grundlage für zukünftige Mehrwertdienste für die verschiedenen Anwendergruppen darstellen. Die technischen Lösungen sollen eine effizientere Patientenversorgung ermöglichen und somit zur Entlastung des medizinischen Personals beitragen. Dies ist insbesondere durch den demographischen Wandel notwendig, da die Anzahl der Patienten, bedingt durch das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung, steigen wird. Da es sich bei den zugrundeliegenden Standards und Technologien um primär in Deutschland entwickelte Standards handelt, wird zudem ein Beitrag zur technologischen Souveränität Europas geleistet. Die daraus resultierende Wertschöpfung verbessert die wirtschaftliche Situation in der vom Strukturwandel betroffenen Region Aachen-Köln.

ASK-KI
KI-basierte Prozesssteuerung an der Schnittstelle zwischen OP-Saal, OP-Management und AEMP.
Das Projekt zielt darauf ab, eine KI-gestützte Prozesssteuerung an der Schnittstelle zwischen OP, OP-Management und AEMP zu etablieren. Ziel ist die optimierte Nutzung von Personal, Material und Energie, um dem Personalmangel entgegenzuwirken und Ressourcen nachhaltig einzusetzen. Über Assistenz-Cockpits erhalten OP-Management und AEMP-Stationen dynamisch aufbereitete Informationen, während AEMP-Mitarbeitende interaktiv Prozessdaten an die KI zurückspielen können. Die KI-basierte Steuerung schafft Transparenz im Instrumentenkreislauf, reduziert Verzögerungen und minimiert Risiken für Patienten und Personal. Innovativ ist dabei die offene Vernetzung und Nutzung bestehender Datenquellen sowie deren Integration in interaktive KI-Technologien.
